Was sind Curtains?
Curtains, auch bekannt als Curtain Bangs oder Vorhang-Frisur, zeichnen sich durch einen Mittel- oder leicht versetzten Scheitel aus, bei dem das längere Deckhaar zu beiden Seiten der Stirn fällt. Der Name leitet sich vom visuellen Effekt ab – das gescheitelte Haar ähnelt offenen Vorhängen, die ein Fenster einrahmen, wobei das Gesicht den Ausblick bildet. Der Style erzeugt einen weichen, symmetrischen Look, der entspannt und mühelos stylisch wirkt.
Die Curtain-Frisur wurde in den 1990er Jahren ikonisch und wurde von jedem getragen, von Leonardo DiCaprio bis Johnny Depp und zahllosen Boygroup-Mitgliedern. Nachdem der Style in den 2000ern aus dem Mainstream verschwand, haben Curtains in den letzten Jahren ein signifikantes Comeback erlebt. Die heutige Version integriert oft moderne Elemente – texturierte Spitzen, gefadete Seiten oder ein etwas „undone“ Finish –, die den Look aktualisieren, während sein wesentlicher Charakter erhalten bleibt.
Was Curtains so attraktiv macht, ist ihre natürliche, unkomplizierte Art. Das Haar fällt der Schwerkraft folgend, anstatt gegen sie anzukämpfen, was dem Style eine entspannte Leichtigkeit verleiht, die vielen anderen Männerfrisuren fehlt. Es ist ein Look, der zeigt, dass du auf dein Äußeres achtest, ohne dabei zu angestrengt zu wirken.
Wem stehen Curtains?
Curtains funktionieren besonders gut bei Männern mit ovalen, quadratischen oder kantigen Gesichtsformen. Der weiche, fallende Pony mildert harte Kieferpartien und Wangenknochen ab und sorgt für ein ausgeglicheneres, nahbareres Erscheinungsbild. Auch Männer mit längeren Gesichtern profitieren, da die horizontale Bewegung der Curtains das Gesicht optisch verkürzt.
Die Haarstruktur spielt eine wichtige Rolle dabei, wie Curtains aussehen und fallen. Glattes Haar erzeugt den klassischen, eleganten Curtain-Effekt. Welliges Haar verleiht natürliche Fülle und Bewegung, was sogar noch besser aussehen kann als die glatte Version. Lockiges Haar ist ebenfalls möglich, führt jedoch zu einer lockereren, eher bohemischen Interpretation des Styles.
- Quadratische Gesichter – Curtains mildern kantige Kieferpartien und starke Gesichtszüge ab
- Ovale Gesichter – die ausgewogenen Proportionen passen perfekt zur Symmetrie
- Glattes Haar – erzeugt den sauberen, klassischen Curtain-Fall
- Welliges Haar – sorgt für natürliches Volumen und Bewegung für mühelose Ergebnisse
- Männer, die einen kürzeren Schnitt herauswachsen lassen – Curtains sind ein exzellenter Übergangslook
So stylst du Curtains
Beginne mit feuchtem, handtuchtrockenem Haar. Arbeite eine kleine Menge Styling-Creme mit leichtem Halt oder Mousse in den oberen Bereich ein. Ziehe mit den Fingern oder einem Kamm einen Scheitel in die Mitte deines Kopfes – oder leicht versetzt, falls das besser zu deinem Gesicht passt. Führe das Haar auf jeder Seite nach außen und leicht nach hinten.
Für beste Ergebnisse verwende einen Föhn auf mittlerer Stufe zusammen mit einer Rundbürste. Trockne jede Seite separat und bürste das Haar vom Scheitel weg und leicht nach hinten aus dem Gesicht. Die Rundbürste hilft dabei, die subtile Kurve oder den Schwung an den Spitzen zu erzeugen, der den Curtains ihre charakteristische Form verleiht. Sobald das Haar trocken ist, trage eine kleine Menge Textur-Creme oder Paste mit leichtem Halt auf, um die Spitzen zu definieren und für mehr Separation zu sorgen.
An faulen Tagen kannst du den Föhn komplett weglassen. Lass dein Haar nach dem Auftragen des Produkts an der Luft trocknen und fahre gelegentlich mit den Fingern hindurch, um den Scheitel und die Richtung zu festigen. Das Ergebnis ist eine entspanntere, natürlichere Version des Styles – die ehrlich gesagt für sich genommen schon großartig aussieht.
Was du deinem Friseur sagen solltest
Frage nach 10 bis 15 cm (4 bis 6 Zoll) Länge am Oberkopf, wobei die längsten Partien vorne liegen sollten, wo die Curtains fallen. Die vorderen Strähnen sollten mindestens bis zu deinen Augenbrauen reichen – das ist entscheidend für den richtigen Fall. Das Haar sollte zum Hinterkopf und Nacken hin allmählich kürzer werden.
Für die Seiten hast du Optionen. Ein natürlicher Taper hält den Look weich und originalgetreu zur 90er-Ästhetik. Ein Low Fade modernisiert den Look mit mehr Kontrast. Ein Mid oder High Fade sorgt für eine dramatischere, zeitgemäße Version. Bitte deinen Friseur, die Seitenlänge allmählich in das Deckhaar übergehen zu lassen, damit der Übergang nicht zu abrupt wirkt.
- Vorne: 10 bis 15 cm, lang genug, um die Augenbrauen zu erreichen
- Krone: etwas kürzer, 7 bis 10 cm
- Seiten: Taper oder Low Fade, je nach gewünschtem Kontrast
- Frage nach leichtem Texturieren der Spitzen, um Schwere zu vermeiden
Curtains wachsen lassen und pflegen
Wenn du von einem kurzen Schnitt kommst, erfordert das Wachsenlassen von Curtains Geduld – normalerweise 4 bis 6 Monate, abhängig von deinem Haarwachstum. Während der schwierigen Übergangsphase kannst du Stirnbänder, Mützen oder Stylingprodukte verwenden, um die Länge zu bändigen. Regelmäßige Schnitte alle 6 bis 8 Wochen während der Wachstumsphase helfen, den Prozess zu formen und das Ganze gepflegt aussehen zu lassen.
Sobald du die gewünschte Länge erreicht hast, ist der Pflegeaufwand moderat. Ein Schnitt alle 5 bis 6 Wochen hält die Curtains auf der richtigen Länge und verhindert, dass sie zu lang und schwer werden. Das tägliche Styling dauert etwa 5 Minuten mit dem Föhn oder 2 Minuten, wenn du es lufttrocknen lässt. Verwende regelmäßig einen leichten Conditioner, um das längere Deckhaar gesund, geschmeidig und kämmbar zu halten.
Variationen von Curtains
Die kurzen Curtains halten den Pony knapp über den Augenbrauen für einen subtilen, unaufdringlichen Look. Lange Curtains reichen über die Augen hinaus für ein dramatischeres, modisches Statement. Die messy Curtains fügen bewusste Textur und Separation hinzu, für ein modernes, unordentliches Gefühl, als wärst du gerade erst aufgestanden und sähest trotzdem großartig aus.
Die Curtains mit Undercut paaren das klassische Oberteil mit eng rasierten Seiten und erzeugen so einen starken Kontrast zwischen dem fließenden Deckhaar und den engen Seiten. Die Tapered-Version hält alles weich und abgestuft für einen klassischeren, vielseitigeren Ansatz. Du kannst auch mit leicht versetzten Scheiteln experimentieren – nicht jeder Curtain-Look muss perfekt symmetrisch sein. Manchmal erzeugt ein 60/40- oder 70/30-Scheitel einen dynamischeren, interessanteren Look.